Der Historiker Michael Wolffsohn (63) hält es für lohnenswert, den MfS-Akten über belastete West-Geheimdienstler nachzugehen.
zum Volltext: Historiker Wolffsohn: “Die Stasi belog sich nicht selbst” – thueringer-allgemeine.de.
Der Historiker Michael Wolffsohn (63) hält es für lohnenswert, den MfS-Akten über belastete West-Geheimdienstler nachzugehen.
Zwanzig Jahre nach Öffnung der Stasi-Archive hat die Birthler-Behörde bislang gesperrte Unterlagen des DDR-Staatssicherheitsdienstes (MfS) freigegeben. Sie betreffen die NS-Vergangenheit von früheren westdeutschen Geheimdienstmitarbeiten und Polizeibeamten. Die Stasi-Hauptabteilung IX/11 hatte in den Jahren 1971 bis 1980 Informationen über die Verwicklung westdeutscher Sicherheitsbeamter in Kriegsverbrechen während der Nazizeit gesammelt
Zwanzig Jahre lang wurden sie unter Verschluss gehalten – jetzt können 27 Akten über die NS-Vergangenheit früherer westdeutscher Geheimdienstler aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Berlin eingesehen werden. Die Birthler-Behörde hat die Stasi-Unterlagen aus den siebziger Jahren freigegeben.
Das alte Stasi-Hauptquartier in Berlin-Lichtenberg verfällt, die meisten Gebäude stehen leer. Jetzt streiten Bürgerrechtler, der Bund und Lokalpolitiker über die Zukunft des Geländes – und den richtigen Umgang mit der DDR-Vergangenheit.
zum Volltext: Gedenken: Mielkes verlassene Stadt – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – DER SPIEGEL.
Der eine war Agent der amerikanischen Militäraufklärung im Zielgebiet DDR, der andere war Agent der Stasi-Aufklärung im “Operationsgebiet”, also in der Bonner Republik. Beide handelten aus politischen Motiven und Abenteuerlust. Beide hatten sich aus eigenem Antrieb zur Spionage verpflichten lassen. Selbstbewerber.
zum Volltext: : Blauäugig – Politik – Feuilleton – FAZ.NET.
Der Österreicher Hannes Sieberer verpflichtet sich für den militärischen Geheimdienst der USA (MIS) und wirbt in der DDR einen Agenten an. Peter Wolter trägt der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR unter der Führung des legendären Markus Wolf brisante Informationen aus dem westdeutschen Verfassungsschutz zu. Beide werden schließlich enttarnt, verurteilt und stehen zunächst vor den Scherben ihrer Existenz.
Nicole Glocke hat lange und intensive Gespräche mit Hannes Sieberer und Peter Wolter geführt. Sie beschreibt nicht nur die ungewöhnliche Lebensgeschichte zweier Akteure des Kalten Krieges, sondern entwirft ein sensibles Psychogramm der beiden Überzeugungstäter. Ein authentisch und nachdenklich stimmender Bericht über Motivation, Methodik und Konsequenz geheimdienstlicher Verstrickung.
Peter Jochen Winters, von 1977 bis 1990 als ständiger Korrespondent der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” in der DDR akkreditiert, bringt seinen eigenen Erfahrungsschatz dieser Zeit in ein ausführliches Interview mit beiden ein. Mit analytischer Distanz hakt er immer wieder nach, deckt Widersprüche, aber auch neue Details auf. Der Originalton des Gesprächs ist ein spannendes und authentisches Zeitzeugnis.
Der Fall Kurras als Symbol: Nur mithilfe der Stasi entwickelten sich linke Terroristen zu einer Gefahr für die Bundesrepublik. Zwei Bücher beschreiben das Schicksal des Spitzels.
zum Volltext: ::merkur.de (Rheinischer Merkur): 2010_14.Ostberlins langer::.
Eine Vergegenwärtigung von «Erinnerungsorten der DDR»
zum Volltext: Ostsee und Ohnmacht, Stasi-Knast und Kinderkrippe (Kultur, Buchrezensionen, NZZ Online).
Die DDR gibt es nicht mehr, aber im Gedächtnis lebt sie weiter, als Schreckensort einer Diktatur, in “ostalgischer” Verklärung und vor allem in Erinnerung an die Mühen um ein aufrechtes Leben in gedrückten Verhältnissen. Fünfzig Publizisten und Zeithistoriker präsentieren die wichtigsten Bezugspunkte der Erinnerung an ein untergegangenes Land.
Brisanter Fund in der Stasi-Akte eines Schlossers aus West-Berlin: Einem Bericht des “Zeitmagazins” zufolge hat der Mann für das Ministerium für Staatssicherheit der DDR Schlüssel nachgemacht – unter anderem für die Eingangstüren sämtlicher Reviere im Westteil der Stadt.
Ausgerechnet ein ehemaliger Mitarbeiter der Staatssicherheit hat nach Informationen der “Bild”-Zeitung Lehrpläne über die Geschichte des DDR-Geheimdienstes für alle brandenburgischen Schulen geschrieben. Der heute 42-Jährige Pädagoge und Lokalpolitiker hatte sich 1988 als “IM Wolfgang” verpflichtet.
Die Stasi hatte sie ständig unter Kontrolle. In ihren Synagogen saßen Spitzel unter den Betenden, in ihren Gemeinden arbeiteten IM der Staatssicherheit. Die Juden in der DDR waren der SED besonders suspekt.
Insgesamt 91.000 hauptamtliche Mitarbeiter des Geheimdienstes hatten die Bevölkerung der DDR beschnüffelt
Die feuersichere Tür fällt ins Schloss, und Joachim Häußler schlägt der muffige Geruch von altem Recyclingpapier entgegen. Zuckend und surrend bringen Leuchtstoffröhren Licht in den fensterlosen Raum im Stasi-Unterlagenarchiv in Berlin.
Lehrfilme der Staatssicherheitsdienste aus der DDR, auch aus Ungarn und der Tschechoslowakei, dokumentiert die Reihe “Kino der Geheimdienste” im Zeughauskino
Mit einem bizarren Auftritt hat der frühere West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras die Bundesanwaltschaft überrascht. Zwar räumte der 81-Jährige bei seiner Vernehmung vor einem Monat nach Informationen der Berliner Zeitung eine Zusammenarbeit mit der Stasi ein. Zugleich behauptete er aber, bei seiner Agentenverpflichtung 1955 in Ost-Berlin sei neben dem Stasi-Spionagechef Markus Wolf auch der SPD-Politiker Herbert Wehner dabei gewesen
Die Aufklärung der Stasi-Verbrechen ist bis heute nicht abgeschlossen. Mit dem Historiker und Leiter der Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, sprach Rundschau-Redakteur Markus Grabitz.
Die Schamgrenze sinkt weiter – Kölnische Rundschau.