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Aktionen und Reaktionen

09 Mrz

Matthias Röhrs wanderte 1988 durch Mittelitalien und durch die 1944 hartumkämpften Apenninen-Regionen. Dort erzählten ihm ehemalige Partisanen vom Krieg und von den Folgen für ihr Deutschland-Bild. Die Aufzeichnungen darüber erweiterte Röhrs 1998 durch weitere Gespräche und durch Studien in regionalen Resistenza-Archiven.


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Das italienische Deutschenbild ist nachhaltig von der Erinnerung an die deutsche Besatzung 1943–1945 geprägt. Die vorliegende Studie befasst sich, auf Interviews mit Zeitzeugen und Archivmaterial gestützt, mit Ursprung und Entwicklung des Bildes von den deutschen Besatzern. Sie stellt dabei dem kollektiven das individuelle Gedächtnis gegenüber, wie es sich in den Erinnerungen ehemaliger Partisanen und KZ-Häftlinge widerspiegelt. Es zeigt sich, dass gerade die Gegner und Opfer der Deutschen weitaus differenzierter über diese urteilen, als man ihnen gemeinhin zuschreibt. Nicht zuletzt sind es die Erinnerungen an einzelne Wehrmachtsdeserteure und deutsche Partisanen in der Resistenza, die ein Aufbrechen ethnischer Feindbilder zulassen.

 

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Quelle: FAZ Kategorie: Presseschau, Rezension

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