Der Historiker Arnulf Baring spricht mit dem Tagesspiegel über Sozialstaatsparteien, Prioritäten in der Politik und unsere brenzlige Finanzlage.
zum Volltext:
“Unser Land lebt seit Jahrzehnten über seine Verhältnisse”.
Das Mittelalter war eine Zeit voller Widersprüche: Der Historiker Johannes Fried über die Zumutungen des Alltags, den Aufstieg der Städte und die Geburt der Wissenschaft aus dem Geist der Apokalypse.
Wie finster war das Mittelalter?: Zwischen Himmel und Hölle | Wissen | ZEIT ONLINE.
Johannes Fried, einer der großen Mediävisten unserer Zeit, schildert in seinem Buch die faszinierende Geschichte jener Menschen und Mächte, die Europa zu seiner geistigen und kulturellen Einheit formten, die Grundlagen der modernen Nationen schufen, Staat und Kirche in zähem Ringen voneinander lösten, die Freiheit des Bürgers erfanden und auf vielen Feldern, von der Wissenschaft bis zur Entdeckung ferner Länder, in neue Welten aufbrachen.
Einzelne Menschen – bald ein Papst, bald ein König, bald ein Gelehrter, Missionar oder Kaufmann – machen sich dem Leser im Laufe des Buches bekannt und geleiten uns durch ihre Zeit. Sie lassen uns teilhaben an ihren Erfahrungen und Konflikten, an ihren Erlebnissen und Ideen. Johannes Frieds souveräne Erzählkunst bringt uns auf diese Weise das angeblich so “finstere” Mittelalter nahe, wie es nur wenigen Historikern gelingt. Die viel gescholtenen aufregenden Jahrhunderte des Mittelalters, so zeigt uns dieses bedeutende Werk, eröffnen in Wahrheit den Weg in unsere moderne Welt.
Immer wieder muss die Rettung jüdischer Gelder vor den Nazis als Grund für die Entstehung des Bankgeheimnisses 1934 herhalten. Geschaffen wurde der Irrglaube in den 60er-Jahren durch eine PR-Kampagne eines Vorläufers der Credit Suisse.
Falscher Mythos: Der Holocaust und die Legende vom Schweizer Bankgeheimnis | FTD.de.
Auch wenn Otto Friedrich von der Groeben nur ein Abenteurer im Dienste des Sklavenhandels war: Das nach ihm benannte Ufer in Kreuzberg ehrte die Vorgeschichte der Kolonien und setzte damit im 19. Jahrhundert ein propagandistisches Zeichen
Ein gemachter Kolonialist – taz.de.
Wie zwei Berliner Schülerinnen die Frau für sich entdecken, die tausende jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto rettete
“Ich wollte alles über Irena erfahren!” – taz.de.
Joseph Goebbels war begeistert. «Der erste wirklich antisemitische Film», notierte der NS-Propagandaminister 1939 in sein Tagebuch, als er die ersten Drehbuchentwürfe für den von ihm in Auftrag gegebenen Film «Jud Süß» gelesen hatte.
Film: «Jud Süß» – Geschichte des NS-Propagandafilms | News | ZEIT ONLINE.
Wer war Tutanchamun? Bedingt durch diverse Ausstellungen seiner Grabschätze und der Replik seiner Grabkammer sowie dem damit verbundenen den Medienrummel, erscheint der Pharao als bekannte Figur. Doch obwohl die Mumie schon mehrmals untersucht und geröntgt worden ist, verfügte die Wissenschaft bisher über erstaunlich wenig erhärtete Fakten.
Wer war Tutanchamun? (Panorama, NZZ Online).
Bayerisches Schwarzbuch stößt Tiroler Helden vom Sockel: Nur Platz 8 in Liste der “vorzüglichsten Männer der Insurrektion 1809″
Im November 1809 verfasst die bayerische Polizei ein Schwarzbuch, in dem sie die wichtigsten Haupt- und Nebenfiguren des Tiroler Aufstandes in kurzen Charakterporträts vorstellt: „Character-Züge von den vorzüglichsten Männern, die während der Insurrektion in Innsbruck gehandelt haben“. Das Schwarzbuch eröffnet ebenso bemerkenswerte wie irritierende Einblicke, wie die Tiroler Aufständischen durch die bayerische Polizei beurteilt wurden. So scheinen etwa Andreas Hofer und andere Leitgestalten des Volksaufstandes wie Pater Haspinger nicht an den vordersten Stellen des Schwarzbuches auf, Josef Speckbacher wird überhaupt nicht erwähnt. Die Hauptfeinde sahen die Bayern offenbar nicht in den heutigen Helden des Aufstandes von 1809, sondern in den offiziellen Vertretern der österreichischen Monarchie – Offizieren und Beamten – sowie in den Vertretern der Kirche. Diese erste, mit einem ausführlichen biografischen Kommentar erweiterte Edition des Schwarzbuches bildet so eine überraschende und aufschlussreiche Ergänzung der Auseinandersetzung mit den Ereignissen des Jahres 1809 aus einem authentischen Blickwinkel.
Über die Wurzeln des deutschen und italienischen Terrorismus im Kalten Krieg – Teil 4
TP: Offene Worte von Markus Wolf ….http://www.nfhdata.de/wp-content/uploads/2009/09/02-telepolis.de.jpg
Otto Friedrich von der Groebens Afrikaexpedition im 17. Jahrhundert hatte kolonialistischen Charakter. Sie bereitete den Sklavenhandel vor, wie Quellen aus dieser Zeit belegen
Sie ist die Ikone in der Geschichte des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus: seit dem Untergang des “Dritten Reiches” Identifikationsfigur für viele Nachgeborene und für manche ihrer Zeitgenossen. Immer wieder erscheinen Biographien über die Studentin.
: Tatendrang – Politik – Feuilleton – FAZ.NET.
Die großen Polit-Verbrecher des 20. Jahrhunderts ziehen Biographen an wie das Licht die Insekten. Mit Büchern über Mao verhält es sich ähnlich wie mit solchen über Stalin. Es ist in der Regel nur Platz für Schwarz oder Weiß.
: Viel Blut – Politik – Feuilleton – FAZ.NET.
Mao Zedong (1893 – 1976) ist eine der wirkungsmächtigsten, aber auch umstrittensten politischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Und Chinas Einfluss in der Welt ist heute größer denn je. Über dreißig Jahre nach Maos Tod lässt sich seine Lebensleistung wesentlich differenzierter darstellen, als es vor 1989 der Fall war.
Eine ebenso beliebte wie dumme Floskel in Debatten über den Holocaust lautet, man solle endlich mal einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen. Dumm unter anderem deshalb, weil die Vergangenheit noch heute weit in die Gegenwart hineinreicht.
Meine Güte – Eigentum von 35 KZ-Opfern zurückgegeben – tazblogs.
Ein neues Gedenkbuch erinnert an die fast 6.200 Juden, die während des Nationalsozialismus aus dem Stadtteil deportiert und ermordet wurden.
Gedenkbuch über Juden in Charlottenburg: “Ihre Abwanderung ist angeordnet worden” – taz.de.
In den USA hat die Veröffentlichung eines von einem Arzt und einem Journalisten verfassten Buches für grosses Aufsehen gesorgt. In seiner Quintessenz sagt das Werk nicht weniger aus, als dass die USA von einem todkranken Präsidenten durch den Zweiten Weltkrieg geführt wurden.
Roosevelts heimliches Leiden (Kultur, Aktuell, NZZ Online).