Mehr als dreißig renommierte Wissenschaftler – Anthropologen und Archäozoologen, Grabungs- und Vermessungstechniker, Mediziner und Archivare und vor allem Historiker und Archäologen – beschäftigen sich in 34 reichhaltig und anschaulich illustrierten Abhandlungen mit archäologisch untersuchten Richtstätten des ausklingenden Mittelalters und der frühen Neuzeit in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Die Autoren stellen Funde und Befunde dieser Untersuchungen an Hochgerichten (Galgen) und Köpfstätten (Rondelle) vor, an denen vor Jahrhunderten Hinrichtungen mit dem Schwert oder Strick, mit dem Rad oder durch das Feuer durchgeführt wurden. Es geht um die vielfältigen Aspekte der Archäologie an den “Orten des Grauens” (Spiegel Online 24.08.2005). Das verständlich geschriebene Buch richtet sich sowohl an die Fachwelt als auch an interessierte Laien. Herausgeber des Werkes ist der rheinische Archäologe und Historiker Jost Auler, der sich viele Jahre lang mit diesem Thema beschäftigt hat.
Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-104