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Archiv für Januar, 2010

Anarchie und Weltrecht: Das Deutsche Reich und die Institutionen der Weltwirtschaft 1890 – 1930

31 Jan

Das Deutsche Reich und die Globalisierung. Welche Probleme entstanden durch die neuen globalen Märkte für das Deutsche Reich? Wie konnte es gelingen, Rahmenbedingungen für den internationalen Handel und Kapitelverkehr zu schaffen? Niels Petersson, Historiker an der Sheffield Hallam University, untersucht am Beispiel des Deutschen Reiches, welche Mechanismen, Akteure und Probleme bei der Globalisierung wirtschaftlicher und wirtschaftsrechtlicher Normen eine Rolle spielten und welche Möglichkeiten der Institutionalisierung internationaler Wirtschaftsbeziehungen es gab. Der Untersuchungszeitraum, die Jahre von etwa 1890 bis zum Beginn der Weltwirtschaftskrise, umfasst Aufstieg und Niedergang einer großen Welle ökonomischer Globalisierung, in deren Verlauf zunehmend enger integrierte Weltmärkte für zahlreiche Güter und für Kapital entstanden.

Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2009-4-199

 

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Ehen vor Gericht: Paare der Renaissance vor dem Papst

31 Jan

In einer Mischung aus erzählender Darstellung, Statistik und umfassender Analyse des sozialen und rechtlichen Hintergrundes berichtet Ehen vor Gericht über die spannenden, fast unglaublichen und bisweilen skandalösen Einzelschicksale und entwirft so ein buntes Panorama des Spätmittelalters.

Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-062

 

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Deutschlands Prophet. Paul de Lagarde und die Ursprünge des modernen Antisemitismus

31 Jan

Paul de Lagarde (1827-1891) war Professor für alte Sprachen – und ein Besessener. Parallel zu seinem wissenschaftlichen Werk verfolgte er den Versuch, eine bizarre deutsche Nationalreligion zu gründen, die auf aggressivem Antisemitismus fußte. Nietzsche und Wagner zählten zu de Lagardes ersten Lesern, im 20. Jahrhundert studierten Thomas Mann, Theodor Heuss und nicht zuletzt Adolf Hitler seine Schriften. Ulrich Sieg stellt in seiner Biografie den Gründervater des nationalsozialistischen Antisemitismus vor und führt ein in die geistige Ambivalenz des 19. Jahrhunderts. In den Abgründen dieser Epoche ahnt der eser die Katastrophen des 20. Jahrhunderts voraus.

Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-066

 

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Böhmen und das Deutsche Reich: Ideen- und Kulturtransfer im Vergleich (13.-16. Jahrhundert)

31 Jan

Der Band entfaltet die spätmittelalterliche Geschichte und Kultur Böhmens und des Deutschen Reichs aus der Perspektive der modernen tschechischen und deutschen Forschung. Die Beiträge thematisieren den Zusammenhang zwischen politischer Entwicklung und sozialem und religiösem Wandel der unter der Luxemburgerdynastie vereinigten Länder. Nur der vergleichende Ansatz ermöglicht die jeweiligen zeitgenössischen Lösungsansätze in diesen Zeiten tief greifenden Wandels angemessen zu bewerten. Die reformierenden oder auch – wie bei den Hussiten – revolutionierenden Lösungsansätze wurden von den Zeitgenossen intensiv diskutiert und in allen Medien zum Ausdruck gebracht. Die Möglichkeiten politischer, sozialer und religiöser Willensbildung in Schrift und Bild, Predigt und Musik, aber auch in Architektur und Administration werden in dem Band von den jeweiligen wissenschaftlichen Disziplinen untersucht und gewürdigt.

Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-068

 

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Mecklenburg im Zweiten Weltkrieg. Die Tagungen des Gauleiters Friedrich Hildebrandt mit den NS-Führungsgremien des Gaues Mecklenburg 1939-1945. Eine Edition der Sitzungsprotokolle

31 Jan

Friedrich Hildebrandt – Gauleiter, Reichsstatthalter und Reichsverteidigungskommissar des Gaues Mecklenburg der NSDAP – konferierte im Zweiten Weltkrieg alle vierzehn Tage mit den wichtigsten NS-Funktionären seines Herrschaftsbereiches. Diese geheimen Tagungen der mecklenburgischen NS-Führungsstäbe gehörten zu den wichtigsten Herrschaftsmitteln der regionalen NS-Eliten, wurden doch hier die Maßnahmen erörtert und festgelegt, die die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bevölkerung des Landes im Krieg prägten. Die in diesem Band edierten, ursprünglich für das Privatarchiv des Gauleiters angefertigten Sitzungsprotokolle werfen in dieser Form bislang unbekannte Schlaglichter auf Herrschaftspraktiken des NS-Regimes, auf das Innenleben nationalsozialistischer Führungszirkel, auf Denkweisen und Tätigkeiten maßgeblicher »Hoheitsträger« an der Basis der NS-Diktatur; sie beleuchten damit gleichermaßen komplexe wie differenzierte Diskussionen, Kontroversen und Entscheidungen, Befehlswege und Strategien des Krisenmanagements »aus erster Hand«, die bislang weitgehend im Dunkeln lagen.

Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-073

 

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Elite im Verborgenen: Ideologie und regionale Herrschaftspraxis des Sicherheitsdienstes der SS und seines Netzwerks am Beispiel Sachsens

31 Jan

Die V-Männer des von Reinhard Heydrich geführten Sicherheitsdienstes (SD) stellen einen der letzten weißen Flecken der Topografie des NS-Terrors dar. Carsten Schreiber gibt nach jahrzehntelangen Spekulationen erstmals Auskunft über Aufgaben, Funktion und Umfang dieses geheimdienstlichen Netzwerks und über die Sozialstruktur der V-Männer. Empirische Basis ist ein beispielloser Quellenfund: die Personalkartei des Dresdner SD-Abschnittes mit den Namen aller 2746 V-Leute im Land Sachsen. Sie führt vor Augen, wie bereitwillig sich gesellschaftliche Eliten aus Wirtschaft und Verwaltung anwerben ließen. Der Verfasser deckt das geheime Netzwerk des Sicherheitsdienstes auf, um dieses sowohl innerhalb der deutschen Gesellschaft als auch im Gefüge der nationalsozialistischen Herrschaftsinstanzen zu verorten. Der SD, jene titelgebende “Elite im Verborgenen”, war ein gefährliches Amalgam aus Geheimdienst und totalitärer Weltanschauungselite. In Anknüpfung an die neuesten Forschungstrends der “Täterforschung” stellt diese Arbeit, über ihr Thema hinaus, einen gewichtigen Beitrag zur Sozial- und Herrschaftsgeschichte des “Dritten Reiches” dar.Ausgezeichnet mit dem Preis der Horst-Springer-Stiftung für Neuere Geschichte Sachsens in der Friedrich-Ebert-Stiftung 2006.

Rezension H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-071

 

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Ex-Oberrabbiner kritisiert deutschen Antisemitismusforscher

30 Jan

Rabbiner Israel Meir Lau, Vorsitzender des Rates der Gedenkstätte Yad Vashem und ehemaliger Oberrabbiner Israels, kritisierte den deutschen Historiker Wolfgang Benz und andere Befürworter des umstrittenen Vergleichs von Islamfeindlichkeit und Antisemitismus. “Es ist nicht klug, Antisemitismus zu analysieren und Vergleiche anzustellen zwischen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit. Ich glaube nicht, dass ein solcher Vergleich möglich ist.


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Ex-Oberrabbiner kritisiert deutschen Antisemitismusforscher – Nachrichten welt_print – Politik – WELT ONLINE.

 

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Zu freizügig: Anne Franks Tagebuch in US-Schulen zensiert

30 Jan

Das Tagebuch der Anne Frank wird in öffentlichen Schulen im US-Bezirk Culpeper County nicht mehr in seiner ursprünglichen Form gelesen werden. Begründung: Das Buch beinhalte Themen aus dem Sexualbereich, Eltern hatten sich beschwert. Nicht das erste Mal, dass sich US-Schulen gegen das Tagebuch wenden.


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Zu freizügig: Anne Franks Tagebuch in US-Schulen zensiert – Nachrichten Vermischtes – WELT ONLINE.

 

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Comic: So sehen Franzosen die Deutschen zur Nazi-Zeit

30 Jan

Liebe in Zeiten der braunen Pest: Die französische Comicserie “Unter dem Hakenkreuz” von Jean-Michel Beuriot und Philippe Richelle beschreibt das Leben in Hitler-Deutschland. Obwohl die Geschichte der Hauptakteure funktioniert, fühlt man sich von den Autoren bisweilen ein wenig unterschätzt.


zum Volltext:

Comic: So sehen Franzosen die Deutschen zur Nazi-Zeit – Nachrichten Kultur – WELT ONLINE.



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Deutschland 1932. Martin Mahner steht vor dem Abitur, und im Land stehen die Dinge nicht zum Besten. Viele – wie Martins Vater – sehen in Hitler den einzigen Retter aus der Misere, doch Martin interessiert sich eher für Literatur und Theater. Oder aber für Katharina, Tochter der gerade eingezogenen jüdischen Nachbarsfamilie. Während die jungen Leute im Café über Marlene Dietrich diskutieren, wird Adolf Hitler Reichskanzler. Plötzlich weht in der beschaulichen rheinischen Kleinstadt ein anderer Wind…








Die Lebenslust junger Menschen und die Wucht der ZeitgeschichteParis 1939. Unter den bunt gemischten Gästen im Café Bohème ist Martin Mahner häufiger anzutreffen als in der Bibliothek, wo er eigentlich seine Doktorarbeit schreiben wollte. Da sind der aufstrebende Maler Lawrence, der arbeitslose Schauspieler Henry, der Shampoo verkaufende Kommunist Vogel – und Katharina, die sich jetzt Cathérine nennt. Es hätte ein unbeschwertes Intermezzo nach dem beendeten Studium sein können, dieses Jahr in Paris. Doch die lustigen Gesellen im Quartier Latin sind zum großen Teil Politflüchtinge aus Nazi-Deutschland. Und in den französischen Behörden gibt es durchaus Sympathisanten mit den brauen Nachbarn jenseits des Rheins…

 

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App mit Stahlhelm: Mussolinis iPhone-Erfolg erregt Italien

30 Jan

Es ist die beliebteste iPhone-Anwendung Italiens: “iMussolini” heißt das Programm, das vor wenigen Tagen ein 25-Jähriger aus Neapel entwickelt hat. Es zeigt Reden und Dokumente des Faschisten und soll angeblich zur Aufklärung dienen. Doch daran darf gezweifelt werden.


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App mit Stahlhelm: Mussolinis iPhone-Erfolg erregt Italien – Nachrichten Kultur – WELT ONLINE.

 

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Aquädukt-Ausgangspunkt nördlich von Rom entdeckt

30 Jan

Die antike Wasserleitung soll auf Kaiser Trajan zurückgehen


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Aquädukt-Ausgangspunkt nördlich von Rom entdeckt – Zeit – derStandard.at › Wissenschaft.

 

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Zurück im Rudel

30 Jan

Wolfskinder – Flüchtlinge aus Ostpreußen, Waisen und versprengt. Nun traf Gisela ihre Brüder wieder.


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Zurück im Rudel.

 

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Geschichte von unten: Historiker Howard Zinn ist tot

30 Jan

Leitfigur der Geschichtsschreibung von unten, Vordenker der amerikanischen Linken, Kriegskritiker: Howard Zinn war einer der prägenden Historiker des 20. Jahrhunderts. Jetzt ist er im Alter von 87 Jahren gestorben.


zum Volltext:

Geschichte von unten: Historiker Howard Zinn ist tot – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Kultur.

 

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Die ArisierungsGEWinnler

30 Jan

Der Hamburger GEW gehört ein Haus in repräsentativer Lage, das früher in jüdischem Besitz war. Doch die Gewerkschaft möchte sich nicht von ihrem Besitz trennen


zum Volltext:

Die ArisierungsGEWinnler – taz.de.

 

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Quelle: TAZ. Alle 223 Artikel aus der Quelle TAZ die beim NFH gelistet sind anzeigen

 

 

Unter der Schlackenkruste

30 Jan

Wolfgang Martynkewicz legt eine Studie über den Münchner Salon Bruckmann vor, wo sich zwischen 1900 und 1945 Dichter und Henker trafen


zum Volltext:

Unter der Schlackenkruste – taz.de.



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Literaten, Musiker, Gelehrte: Das Haus des Münchner Verlegerpaars Bruckmann war der Treffpunkt großer Geister. Doch mit dem Auftritt Adolf Hitlers wurde der Salon zum Schauplatz, an dem das Unvereinbare zusammenkam: eine kunstsinnige Elite und die radikale Rechte. Man dachte groß von der Kunst im Haus des Verlegers Bruckmann. Unter der Regie der Salonnière Elsa Bruckmann traf sich ein elitärer Kreis, den das Unbehagen an der Moderne einte. Im Mittelpunkt standen die Charismatiker, Visionäre, Geistesaristokraten: Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal, Harry Graf Kessler, Houston Stewart Chamberlain, Norbert von Hellingrath u. v. a. Nach dem Ersten Weltkrieg machte der Salon eine bemerkenswerte Entwicklung zum politischen Salon durch. Im Dezember 1924 trat hier Adolf Hitler auf und gehörte nun mit Rudolf Heß und Alfred Rosenberg zu den Gästen. War im Hause Bruckmann ein Gesinnungswandel eingetreten? Oder liegen die Gegensätze enger beieinander, als es scheint? Wolfgang Martynkewicz schreibt mit »Salon Deutschland« ein spannendes und provokantes Kapitel deutscher Geistesgeschichte.

 

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